Die Bestattung Deines Haustiers: Welche Möglichkeiten hast Du?

Hunde , Katzen , Regenbogenbrücke

31. August 2021

Was tun, wenn das geliebte Haustier verstirbt? Bestattung und andere Möglichkeiten

Egal ob Katze, Hund, Kaninchen oder Hamster – häufig ist das Haustier der beste Freund des Menschen. Gerade in Deutschland sind Haustiere sehr beliebt: Es leben so viele Tiere in den deutschen Wohnungen und Gärten wie in fast keinem anderen Land weltweit. Die Deutschen teilen sich derzeit mit rund 7,4 Millionen Hunden und zwölf Millionen Katzen ihr Zuhause. Auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse sind in zahlreichen Haushalten zu finden.

Wann immer es uns schlecht geht, hilft eine Kuscheleinheit mit unseren Haustieren, damit wir uns wieder besser fühlen. Gemeinsam erleben wir viele tolle Dinge, die wir für immer in unserem Herzen behalten. Doch die Freundschaft zwischen Mensch und Tier hält nicht für immer: Hunde und Katzen werden meist nicht viel älter als 15 Jahre und von kleineren Tieren müssen wir uns meist noch viel früher verabschieden. Wenn der tierische Liebling eines Tages stirbt, trauern alle Familienmitglieder. Gleichzeitig stehst Du nun auch vor einigen ganz konkreten Fragen, die geklärt werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel, welche Möglichkeiten es gibt, Deinen felligen Freund zu bestatten. 

Darf man das Tier einfach im Hausmüll entsorgen?

Als echter Tierfreund wirst Du wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen, Dein geliebtes Haustier in die Mülltonne zu werfen. Manche Tierbesitzer tun jedoch genau das: Sie entsorgen ihr totes Tier im Restmüll. Tatsächlich ist das bei kleinen Tieren wie Mäusen, Hamstern, Ratten, Meerschweinchen oder Zwergkaninchen legal. Eine tolle Art, Deinem tierischen Freund die letzte Ehre zu erweisen, ist das natürlich nicht – aber manchmal gibt es auch wenig Alternativen. 

Größere Tiere wie Katzen und Hunde dürfen hingegen nicht einfach in den Biomüll oder in den Hausmüll geworfen werden. Dies verbietet das Tierkörperbeseitigungsgesetz. Ebenso wenig darfst Du das Tier in den Wald, in den Park oder auf ein Feld bringen, um es dort liegen zu lassen oder zu vergraben. Diese Art der Bestattung ist ordnungswidrig und wird mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 15.000 Euro bestraft. 

Liegt Dir nicht so viel daran, einen Ort zum Trauern zu haben und Du suchst nach einer günstigen Bestattungsvariante, ist es möglich, die sterblichen Überreste des Tiers zu einer kommunalen Tierkörperbeseitigungsanlage zu bringen oder sie abholen zu lassen. Dafür zahlst Du eine Gebühr von etwa 20 Euro. Wird das Tier beim Tierarzt eingeschläfert, kann er sich auch darum kümmern, dass das Tier in eine Tierkörperbeseitigungsanlage überführt wird, wenn Du es nicht mit nach Hause nehmen möchtest. 

Ist es erlaubt, das Haustier im eigenen Garten zu begraben? 

Lebst Du in einem Haus mit eigenem Garten, besteht natürlich die Möglichkeit, Deinen tierischen Freund genau dort zu bestatten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist das laut Gesetz auch möglich, wenn das Gelände wirklich Dir gehört – Du also nicht nur zur Miete wohnst. Das „Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz“ gibt noch genauere Regeln dafür vor, welche Aspekte beachtet werden müssen, wenn Du Dein Tier im eigenen Garten begraben möchtest:

  • Das Tier darf nicht an einer Seuche oder ansteckenden Krankheit gestorben sein
  • Das Grundstück darf sich nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden
  • Der Garten darf nicht in der Nähe zu öffentlichen Plätzen und Wegen liegen

Ein wichtiger Punkt: Achte darauf, dass die Grube tief genug ist. Der Körper des verstorbenen Haustiers muss mit einer Erdschicht bedeckt werden, die gemessen vom Rand der Grube mindestens 50 Zentimeter stark ist. Hebe das Loch im Erdreich daher mindestens einen Meter tief aus. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Umwelt und die Gesundheit nicht durch giftige Stoffe gefährdet werden, die entstehen können, wenn der Tierkörper verwest. 

Bei der Bestattung des Haustiers im eigenen Garten kann es regionale Unterschiede in Bezug auf die genauen Regeln geben. Daher solltest Du Dich am besten beim zuständigen Veterinäramt dahingehend informieren, ob das Vergraben im Garten erlaubt ist und worauf Du achten solltest. So dürfen in Bremen beispielsweise grundsätzlich nur Ziervögel und Kleinnager wie Hamster im Garten bestattet werden. 

Wohnst Du nur zu Miete, ist es erforderlich, Dir vorab die Zustimmung Deines Vermieters einzuholen. 

Einäscherung: bei vielen Tierfreunden beliebt 

Wohnst Du in einer Mietwohnung und hast keinen eigenen Garten, ist es natürlich nicht möglich, Dein geliebtes Haustier einfach im Freien zu vergraben. Da die Bestattung im Park oder Wald streng verboten ist, musst Du Dich nach einer Alternative umschauen. Eine Möglichkeit besteht darin, das Tier im Tierkrematorium einäschern zu lassen.

Die Kosten hierfür können stark variieren und hängen in erster Linie von der Größe und dem Gewicht des Vierbeiners ab. Ein wichtiger Kostenfaktor ist auch, ob Du Dich für eine Einzelverbrennung entscheidest oder ob das Tier zusammen mit anderen verbrannt werden soll. Wenn es alleine kremiert wird, zahlst Du dafür im Schnitt etwa 300 Euro. Dafür bekommst Du die Asche Deines tierischen Familienmitgliedes aber auch zurück. Dann kannst Du Dir mit der Urne einen schönen Ort in Deiner Wohnung zum Gedenken Deines Haustiers einrichten. Bei einer Sammelverbrennung funktioniert das nicht. 

Tierbestattung auf dem Tierfriedhof

Du wünschst Dir einen Ort, zu dem Du immer gehen kannst, wenn Dich die Trauer um Deinen tierischen Freund übermannt? Dann ist eine Beisetzung auf dem Tierfriedhof womöglich die beste Option für Dich. Da sich immer mehr Menschen für diese Lösung entscheiden, nimmt auch die Anzahl der Tierfriedhöfe in Deutschland stetig zu. Mittlerweile gibt es etwa 120 Tierfriedhöfe in Deutschland. Dein verstorbenes Haustier kann entweder einzeln oder zusammen mit anderen Tieren in einem Sammelgrab bestattet werden. Je nachdem, wofür Du Dich entscheidest, belaufen sich die Kosten auf 100 bis 300 Euro zuzüglich der Kosten für die Grabmiete. 

Das Haustier präparieren lassen 

Eine ungewöhnliche, aber durchaus denkbare Alternative besteht darin, Dein Haustier präparieren zu lassen. Das bedeutet, dass das Haustier ausgestopft wird, damit es möglichst wieder genauso aussieht wie zu Lebzeiten, sodass Du ein originalgetreues Abbild davon hast. Interessierst Du Dich für diese Lösung, ist schnelles Handeln gefragt. Das Tier muss nach dem Tod sofort eingefroren oder zum Präparator gebracht werden. Mithilfe von Fotos wird dann eine Dermoplastik gefertigt. Haut, Fell und Krallen bleiben also erhalten. Der Präparator schnitzt einen Kunstkörper aus Schaumstoff oder verwendet Holzwolle mit Draht, um das Tier zu präparieren. Dieser Prozess ist sehr aufwendig und dauert teilweise bis zu einem Jahr. Preiswert ist diese Möglichkeit ebenfalls nicht: Bereits bei einem Meerschweinchen zahlst Du etwa 300 Euro, für einen Hund häufig einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich. 

Der Gedanke, den geliebten Freund ausstopfen zu lassen, ist für viele Haustierbesitzer aber erschreckend. Trotzdem hätten sie gerne eine realistische Abbildung ihres geliebten Vierbeiners – für eine dauerhafte, schöne Erinnerung. Eine tolle Alternative in dieser Hinsicht bietet Dir PetTwins. Wir fertigen Dir eine originalgetreue Kopie in Form eines Plüschtiers an. Du bekommst einen plüschigen Freund, der Deinem geliebten Haustier extrem ähnlich sieht. Auf diese Weise kannst Du Dein Haustier ganz nach Deinen Wünschen bestatten lassen und hast trotzdem eine wunderschöne Erinnerung an Deinen jahrelangen treuen Begleiter. 

Ein Bild, das Boden, Katze, Wirbellose, Gliederfüßer enthält.

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Gemeinsame Beisetzung von Mensch und Tier – was bedeutet das?

Eine Variante, die den meisten Menschen noch vollkommen unbekannt ist, stellt die Möglichkeit der Mensch-Tier-Bestattung dar. Immer mehr Menschen entscheiden sich für individuelle Bestattungslösungen und lassen sich beispielsweise im Wald, am Rebstock oder auf einem speziellen Fußballfriedhof beisetzen. Die gemeinsame Beisetzung eines Menschen mit einem geliebten Tier geht da nur den nächsten Schritt. Grundsätzlich gibt es dabei ein paar Besonderheiten:

  • Möchtest Du mit Deinem Tier beigesetzt werden, muss das vorher geregelt und schriftlich in der Bestattungsverfügung festgehalten werden. Nur dann ist eine gemeinsame Beisetzung möglich. 
  • Diese Möglichkeit der Bestattung gibt es nur für Urnen. Zwar werden die Urnen des Tieres und des Menschen in einem gemeinsamen Grab vereint, aber die Überführung und Einäscherung muss streng getrennt erfolgen. Das Tier wird im Tierkrematorium eingeäschert, der Mensch im Humankrematorium.
  • In den meisten Fällen entscheiden sich Tierliebhaber dafür, nach ihrem eigenen Tod mit ihren bis zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Haustieren bestattet zu werden. In diesem Fall lässt Du Deine Tiere nach deren Ableben einäschern und bewahrst die Urnen auf, damit Du später gemeinsam mit ihnen bestattet werden kannst.

Die gemeinsame Beisetzung von Mensch und Tier mag für manche Personen merkwürdig klingen. Vielen Tierfreunden verleiht das Wissen, dass sie später einmal gemeinsam mit ihren tierischen Freunden die letzte Ruhe finden können, ein gutes Gefühl.

Weitere Möglichkeiten, ein Haustier zu bestatten

Wenn keine der bisher genannten Varianten zur Bestattung Deines Haustieres für Dich in Frage kommt, gibt es noch weitere Alternativen. Möglich ist zum Beispiel eine Seebestattung. In diesem Fall wird das Haustier vorab eingeäschert und in einer wasserlöslichen Urne bestattet. Für alle, die es außergewöhnlich mögen, kommt eine Weltraumbestattung in Frage – wenngleich diese Option entsprechend teuer ist. Du hast auch die Möglichkeit, die sterblichen Überreste einäschern und zu einem Diamanten pressen zu lassen. Diesen kannst Du dann als Schmuckstück immer bei Dir tragen oder sicher an einem Gedenkort in Deiner Wohnung aufbewahren. 

Fazit: Für jeden Tierhalter gibt es die passenden Möglichkeiten der Tierbestattung

Du siehst: Die Palette an Möglichkeiten für die Bestattung Deines geliebten Haustieres ist enorm. Wofür Du Dich auch entscheidest, eine Sache steht fest: Mit der zu Dir und Deinem Haustier passenden Art der Bestattung hast Du die Chance, Deinem geliebten Vierbeiner die letzte Würde zu erweisen. Häufig hilft eine kleine Bestattungszeremonie auch dabei, mit dem Verlust und der Trauer besser umzugehen.

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