Fotoshootings mit Hunden – 10 Tipps für Bilder mit Wow-Effekt

Hunde

12. Oktober 2021

Schöne Hundefotos vom eigenen Vierbeiner wünschen sich wohl alle Hundeliebhaber. Leider ist es gar nicht so einfach, einen Hund zu fotografieren und dabei auch noch von seiner besten Seite zu seigen. Wir haben Dir zehn Tipps für Fotoshootings mit Hunden mitgebracht, mit denen Dir beeindruckende Fotos von Deinem Vierbeiner gelingen.

Fotoshootings mit Hunden – professionell oder selbstgemacht?

Dein Hund hat einen festen Platz in Deinem Herzen, Deiner Wohnung und Deiner Familie. Für viele Menschen ist er ein treuer Begleiter bis ins hohe Alter. Daher ist es nur wenig verwunderlich, dass Du Deinen tierischen Freund gerne und viel fotografierst. Denn: Wir Menschen neigen dazu, Geliebtes mit der Kamera festzuhalten, damit wir uns daran erinnern und erfreuen können. Allerdings ist es auch eine Herausforderung, Hunde zu fotografieren. Meist steht ihnen nicht der Sinn danach, einfach stillzuhalten und zu warten, bis Du Deine Kamera eingestellt und das perfekte Foto geschossen hast. Gerade Laien fällt es oft schwer, im richtigen Moment den Auslöser zu drücken und ein perfektes Foto aufzunehmen.

Ein professionelles Fotoshooting mit Deinem Hund kann eine gute Alternative sein. Der Profi weiß nicht nur, wie er die Kamera optimal einstellen muss, er kennt sich auch mit Hunden gut aus. Er schafft es mit seiner professionellen Distanz gut, Deinen Hund auf authentische und natürliche Weise zu fotografieren. Natürlich haben Fotoshootings mit Hunden beim Profi auch ihren Preis. Möchtest Du von Deinem Hund auch im Alltag viele Aufnahmen in hoher Qualität anfertigen, ist es am besten, Dich selbst mit der Hundefotografie vertraut zu machen.

Mögliche Schwierigkeiten bei Fotoshootings mit Hunden

Ganz egal, ob Du nun selbst zur Kamera greifen oder einen Profi engagieren möchtest, es kann bei Fotoshootings mit Hunden immer zu einigen Schwierigkeiten kommen. Manchmal zeigt der Hund vor der Kamera plötzlich ein typisches Beschwichtigungsverhalten, hört nicht mehr auf zuvor trainierte Kommandos und haut einfach ab. Dein Hund stellt sich nicht einfach an – es gibt gute Gründe, die dazu führen, dass Deine Fellnase sich so verhält.

Die Kamera kann Deinen Hund verunsichern

Hunde sind in der Lage, die Mimik ihrer Menschen zu lesen und zu deuten. Dies fand eine Studie der Veterinärforschung heraus, deren Ergebnisse in diesem Artikel zusammengefasst sind. Im jahrelangen Zusammenleben mit dem Menschen haben die cleveren Vierbeiner gelernt, dass sie mit ihren Frauchen und Herrchen kooperieren sollten, weil dies überlebenswichtig ist. Um besser zu verstehen, was wir Menschen wollen, studieren sie ausgiebig unsere Mimik.

Bei Fotoshootings mit Hunden kann das zum Problem werden. Auf einmal versteckt sich die Bezugsperson des Hundes – oder, noch schlimmer, ein komplett fremder Mensch – hinter einem schwarzen Kasten. Das Gesicht ist nicht erkennbar, die Mimik nicht zu deuten. Das klickende Geräusch der Kamera verunsichert und ein grelles Blitzlicht blendet. Kein Wunder, dass hier so mancher Vierbeiner keine Lust mehr hat.

Die ungewohnte Situation lenkt Deinen Hund zu stark ab

Die Neugierde steckt Hunden im Blut. Wird das Fotoshooting an einem für ihn unbekannten Ort durchgeführt, kann es passieren, dass er alles beschnüffelt, anschaut und nach den unbekannten Geräuschen horcht. Um das zu vermeiden, kannst Du mit Deinem Hund schon vor dem eigentlichen Fotoshooting die Location besuchen. Schaut euch gemeinsam alles an, damit sich Dein Liebling an die Umgebung gewöhnen und sich beim eigentlichen Shooting besser konzentrieren kann.

Der Untergrund im Fotostudio sorgt für Unbehagen

Das erste Mal im Fotostudio ist ein aufregender Moment. Viele Hunde haben mit dem glatten Boden im Fotostudio Schwierigkeiten und fühlen sich unbehaglich, weil ihre Pfoten darauf wegrutschen. Dieses Problem lässt sich leicht umgehen, indem Du die Lieblingsdecke Deines Hundes oder eine rutschfeste Matte mitbringst. Hast Du ausreichend Zeit zur Verfügung, ist es auch möglich, vor dem Shooting mit Deinem Hund das Gehen auf dem rutschigen Boden zu üben. Dann kann sich Dein tierischer Freund beim Fotoshooting besser entspannen.

Fotoshootings mit Hunden: für Entspannung sorgen

10 Tipps für gelungene Fotoshootings mit Hunden

Hast Du Dich entschieden, in Zukunft häufiger selbst Deinen Hund zu fotografieren und möchtest dabei möglichst professionelle Ergebnisse erzielen, werden Dir unsere 10 Tipps für Fotoshootings mit Hunden sicher weiterhelfen.

Tipp 1: Das richtige Equipment verwenden

Ein Blick auf das Equipment, das Dir zum Fotografieren zur Verfügung steht, ist unvermeidbar, wenn Du Dir beeindruckende Bilder wünschst. Mit modernen Smartphones lassen sich zwar gute Bilder schießen, professionell wird es aber erst mit einer guten Spiegelreflex- oder spiegellosen Kamera und den passenden Objektiven. Dabei gilt: Für natürliche und klassische Portraits oder actionreiche Hundebilder ist ein Objektiv mit einer Brennweite im Bereich von 50 bis 100 Millimeter ideal. Das kann ein Zoomobjektiv oder eine Festbrennweite sein – je nach Deinen Vorlieben. Falls Du Dir eine neue Ausrüstung anschaffst, solltest Du Dich vor dem Fotoshooting gut damit vertraut machen. Experimentiere mit verschiedenen Blendenstufen und Belichtungszeiten, um ein Gefühl für Deine neue Kamera zu bekommen.

Tipp 2: Die perfekte Location finden  

Einsteiger sollten ihre Fellnase am besten draußen in der Natur fotografieren. Dort entstehen besonders authentische und schöne Fotos von Deinem Hund. Außerdem hast Du draußen weniger Probleme mit Lichtmangel – und viel Licht ist für tolle Hundefotos essenziell. Schau doch einfach beim nächsten Spaziergang mit Deinem Hund nach schönen Locations – wie zum Beispiel:

  • Lichtung im Wald
  • Ufer oder Steg in einem See
  • Wiese mit vielen Wildblumen
  • Feld mit Strohballen

Dabei gilt die Faustregel: Dunkle Hunde am besten vor grünen oder hellen Hintergründen fotografieren. Für Vierbeiner mit hellem Fell kommen auch dunklere Hintergründe in Frage.

Tipp 3: Das Model in Szene setzen

Genauso wie beim Fotografieren von Menschen solltest Du auch bei Fotoshootings mit Hunden darauf achten, dass das Model gut gestylt ist. Daher gilt vor dem Shooting: Schmutzige Hunde nehmen ein Bad und zottelige Vierbeiner werden gebürstet. Dein Hund sollte trocken und sauber sein – vor allem im Gesicht, denn darauf wirst Du beim Knipsen den Fokus legen. Überlege auch, ob Du mit Accessoires wie einem Halstuch oder einem Halsband arbeiten möchtest.

Tipp 4: Bewegungen einfrieren mit der richtigen Belichtungszeit

Die richtigen Kameraeinstellungen sind das A und O für gute Hundefotos. Es ist gut, über die Grundlagen der digitalen Fotografie Bescheid zu wissen. Wie die Kamera eingestellt wird, hängt davon ab, wie Du Deinen Hund fotografieren möchtest. In puncto Belichtungszeit gilt: Für Portraits mit ruhigen Hunden sind Werte um 1/250 Sekunden ausreichend. Für actionreiche Fotos von einem Hund beim Rennen oder Springen solltest Du eine Belichtungszeit von mindestens 1/1000 Sekunden wählen – je kürzer, desto besser.

Tipp 5: Mit einem niedrigen Blendenwert tolle Portraits schießen

Mit einem niedrigen Blendenwert wie F/1.8 gelingt es Dir, nur den Hund scharf zu stellen und den Hintergrund in schöner Unschärfe verschwimmen zu lassen. Das ist vor allem ideal, wenn Du ein Portrait eines sitzenden oder liegenden Hundes anfertigen willst. Für einen Hund in Bewegung solltest Du die Blende etwas höher einstellen. Werte zwischen F/3.2 und F/4.5 haben sich in diesem Fall bewährt.

Tipp 6: Eventuellen Lichtmangel mit dem ISO-Wert ausgleichen

Je höher der ISO-Wert ist, desto heller wird das Bild. Allerdings wirkt sich ein hoher Wert auch negativ auf das Rauschverhalten der Kamera aus. An hellen Locations ist es daher sinnvoll, den ISO-Wert auf 100 zu setzen. Hast du hingegen beispielsweise im Wald oder in der Wohnung wenig Licht zur Verfügung, kannst Du den Lichtmangel durch einen höheren Wert ausgleichen. Dabei gilt das Motto: So hoch wie nötig, so niedrig wie möglich!

Tipp 7: Eine schöne Pose finden

Für Einsteiger empfehlen wir, sich bei Fotoshootings mit Hunden erst einmal ruhige Portrait-Aufnahmen zu konzentrieren. Bring Deinen Hund mit dem Kommando „Sitz“ oder „Platz“ in eine schöne Position und lenke den Blick mit Geräuschen, Leckerlis oder Spielzeugen in die gewünschte Richtung.

Tipp 8: Den Hund in Bewegung fotografieren

Später kannst Du üben, deinen Hund in Bewegung zu fotografieren – anfangs erst einmal beim langsamen Gehen, später auch im Rennen. Solche Fotos wirken natürlich und interessant, weil sie den Hund mitten in der Bewegung einfrieren. Dabei zeigt Dein Vierbeiner Gesichtsausdrücke, die Du mit bloßem Auge kaum wahrnimmst.

Fotoshootings mit Hunden in Bewegung

Tipp 9: Bei Fotoshootings mit Hunden heißt es: Ab auf den Boden!

Egal, ob Du hockst, kniest oder liegst – wichtig ist immer, mit dem Tier auf Augenhöhe zu sein. Die so entstehenden Fotos wirken viel natürlicher, als wenn der Hund von oben herab fotografiert wird.

Tipp 10: Auf die Augen fokussieren

Fokussiere bei Tierfotos immer auf die Augen Deines Vierbeiners. Sie sollten grundsätzlich der schärfste Punkt im Bild sein. Dann bekommt das Foto Lebendigkeit. Denn: Der Blick des Betrachters wandert automatisch auf die Augen, die ein guter Spiegel für die Emotionen des Tiers sind.

Fazit: Bei Fotoshootings mit Hunden gilt immer das Motto „Übung macht den Meister“

Fotoshootings mit Hunden können Dir und Deinem Hund eine Menge Freude bereiten und nebenbei tolle Erinnerungen schaffen. Trotzdem klappt es nicht immer gleich am Anfang perfekt. Daher gilt: Geduld ist bei einem Fotoshooting mit Deinem Hund das Wichtigste. Wahrscheinlich dauert es gerade am Anfang eine ganze Weile, bis Du mit einem Foto zufrieden bist. Es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, bis das Zusammenspiel aus Licht, Location, Kameraeinstellungen und Gesichtsausdruck des Hundes perfekt passt. Bleib geduldig – und wenn Dein Hund keine Lust mehr hat, probiere es an einem anderen Tag einfach nochmal. Denn: Übung macht den Meister!

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