Spenden für Hunde: Worauf Du bei Sach- und Geldspenden achten solltest

Hunde , Tierschutz

21. September 2021

Für viele Menschen ist der Hund mehr als ein Haustier und wird als geliebtes Familienmitglied betrachtet. Doch dieses Glück hat längst nicht jeder Hund. Es gibt unzählige Fellnasen in Tierheimen im In- und Ausland und natürlich auch etliche Straßenhunde in Europa, die auf Deine Unterstützung angewiesen sind. Helfen kannst Du, in dem Du die Tierheime oder Tierschutzorganisationen mit Futter-, Sach- und Geldspenden unterstützt, da viele dieser Vereine finanziell komplett auf sich allein gestellt sind. Wenn Du mit Spenden helfen willst, gibt es dennoch ein paar Dinge, die Du beachten solltest. Erfahre in diesem Beitrag, worauf es beim Spenden für Hunde ankommt.

Welche Möglichkeiten gibt es, für Hunde zu Spenden?

Grundsätzlich hast Du drei Möglichkeiten, um Hunde im In- und Ausland zu unterstützen:

  • Sachspenden
  • Futterspenden
  • Geldspenden

Vor allem Geldspenden sind bei den Tierschutzorganisationen beliebt, da sie davon anfallende Kosten decken können. Nicht nur Futter und Zubehör muss bezahlt werden, auch die Tierarztkosten für Impfungen, Kastrationen und Behandlungen von Krankheiten sind zu stemmen. Nichtsdestotrotz freut sich jedes Tierheim und jeder Tierschutzverein auch über Sachspenden und Futterspenden.

1. Sachspenden: Erst informieren, dann spenden

Ist der eigene Hund verstorben und soll kein neues Tier angeschafft werden, überlegen viele Tierhalter, das Zubehör für ihren Vierbeiner zu spenden. Das ist auch grundsätzlich keine schlechte Idee, allerdings gibt es dabei einige Dinge zu beachten. Verzichte darauf, die Sachspende einfach an ein Tierheim zu schicken, denn nicht immer besteht Bedarf. Gerade Hundedecken, Kuschelhöhlen, Stoffbetten und Halsbänder sind in zahlreichen Tierheimen bereits in großer Menge vorhanden – eben weil diese Dinge sehr gerne gespendet werden. Erhält ein Tierheim ungefragt ständig solche Spenden, hat es damit am Ende mehr Arbeit, als dass es hilft, denn die Dinge benötigen Platz und müssen im Zweifelsfall kostenpflichtig entsorgt werden. Natürlich gibt es aber auch Tierheime und Tierschutzorganisationen, die sich sehr über gut erhaltene Kuscheldecken, Hundekörbe und Transportboxen freuen. Daher gilt: Greif erstmal zum Telefon, bevor Du eine Sachspende auf den Weg schickst. Alternativ kannst Du einen Blick auf die Facebook- oder Internetseite des Tierheims werfen. Dort gibt es häufig Spendenaufrufe, in denen genau festgehalten ist, welche Art von Sachspenden gerade benötigt werden. Meist werden vor allem spezielle Dinge gebraucht:

  • Medizinisches Zubehör wie Desinfektionsmittel, Spot-ons gegen Parasiten oder Wundspray
  • Putz- und Reinigungsmittel zum Sauberhalten des Tierheims
  • Spielzeug für Hunde
  • Gitterboxen zum Einfangen von Tieren für Kastrationsprojekte (vor allem im Auslandstierschutz) und große Transportboxen

Möchtest Du einen Verein mit einer Sachspende unterstützen, ist es wichtig, dass Du wirklich nur neuwertiges bis sehr gut erhaltenes Zubehör spendest. Alte, kaputte und verschmutzte Dinge können von den Tierheimen nicht angenommen werden. Falls Du Zubehör übrig hast, das vom Tierheim gerade nicht gebraucht wird, kannst Du es auch privat verkaufen und dann den Erlös spenden. Das Geld wird vom Tierheim genutzt, um Tierarztbehandlungen bezahlen oder neues Zubehör, das aktuell dringend notwendig ist, zu finanzieren.

2. Futterspenden: Diese Möglichkeiten gibt es

Damit die Hunde in Tierheimen und auf der Straße keinen Hunger leiden müssen, kannst Du gezielt mit Futterspenden helfen. Auch hierfür gibt es verschiedene Optionen.

Futter ans örtliche Tierheim spenden

Am naheliegendsten ist es, das Tierheim in Deiner Nähe zu unterstützen. Dann hast Du auch die Chance, Dir vor Ort einen guten Eindruck darüber zu verschaffen, wie es den Hunden im Tierheim geht. Jeder Verein freut sich, wenn Du bei Deinem Besuch im Tierheim einen Sack oder ein paar Dosen Futter mitbringst. Möchtest Du Futter an Dein Tierheim vor Ort spenden, bedenke bitte folgende Tipps und Hinweise:

  • Geöffnete Futtersäcke oder angebrochene Nassfutterdosen können aus hygienischen Gründen nicht angenommen werden, da dadurch auch Krankheiten übertragen werden könnten.
  • Prüfe, ob das Futter noch haltbar ist, bevor Du es spendest.
  • Die Hunde in Tierheimen sind häufig krank und benötigen Spezialfutter. Frage daher am besten vorher nach, was gebraucht wird. Gerade Allergie-, Diät-, Senioren- und Welpenfutter wird gerne als Futterspende angenommen, da diese Futtersorten oftmals teurer sind als gewöhnliche Sorten.
  • Manche Hunde fressen am liebsten Nassfutter, andere nur Trockenfutter. Spende daher am besten immer beide Varianten.
  • Achte auch auf die Hochwertigkeit des Futters. Damit die Tiere gesund bleiben, sollten sie kein Billigfutter erhalten. Spende also lieber seltener, aber entscheide Dich für qualitativ hochwertige Futtermittel mit hohem Fleischanteil, wenngleich diese etwas teurer sein mögen. Gerade für hochpreisiges Futter fehlt im Tierheim nämlich oft das Geld.

Eine gute Lösung für Tierheime ist eine Futterpatenschaft. In diesem Fall spendest Du regelmäßig Futter für einen ausgewählten Hund und hast zusätzlich die Möglichkeit, mit ihm Gassi zu gehen. Dadurch baust Du eine Bindung zu dem Tier auf – eine tolle Alternative für alle Hundeliebhaber, die selbst nicht die Zeit oder den Platz für eine eigene Fellnase haben.

Futter an die Tiertafel spenden

In einigen Städten gibt es eine Tiertafel, die gerne Futterspenden entgegennimmt. Die Tiertafel unterstützt keine Tierheimhunde, sondern private Tierhalter, die in eine finanzielle Notlage geraten sind und sich aktuell kein Futter für ihre tierischen Lieblinge leisten können. Falls Du nicht weißt, ob es in Deiner Nähe eine solche Organisation gibt, hilft eine Internetsuche sicher weiter. Hast Du eine Tiertafel in Deiner Stadt, kannst Du online nachschauen, wann und wo Futterspenden angenommen werden und welches Futter gerade besonders dringend benötigt wird. Meist ist auch bei Tiertafeln Futter für kranke und alte Tiere gefragt, weil es sehr teuer ist.

Futter in Sammelboxen im Supermarkt abgeben

Sicher kennst Du die Sammelboxen für Futterspenden, die es in einigen Supermärkten gibt. Auch dort kannst Du Futter einwerfen. Diese Art des Spendens ist sehr bequem für Dich: Du kannst bei Deinem Einkauf Futter zum Spenden mitnehmen und dann direkt im Sammelbehälter wieder abgeben. Wenn Du wissen möchtest, an welche Organisation Du damit spendest, wirf einen Blick in die Flyer, die auf der Box liegen. Dort kannst Du nachlesen, welcher Verein die Behälter leert und wo das Futter am Ende ankommt.

Futter über das Internet spenden

Sehr einfach funktioniert auch die Futterspende über das Internet: Viele Internetshops für Tierbedarf bieten Dir die Möglichkeit, Hundefutter zu bestellen und dann direkt ein Tierheim auszuwählen, an welches das Futter geliefert wird.

Beim Futterspenden auch an den Auslandstierschutz denken

Auch im Ausland gibt es etliche Vereine, die auf Futterspenden angewiesen sind. Solche Organisationen kümmern sich zum Beispiel um die Versorgung von Straßenhunden. Ausländische Tierheime benötigen ebenfalls Futterspenden aus Deutschland, weil die Tierliebe bei den Menschen in ihrem eigenen Land häufig einfach nicht so groß ist wie hier bei uns. Beim Spenden an den Auslandstierschutz solltest Du aber vorsichtig sein. Wird mit äußerst schockierenden Bildern von Hunden geworben und zielen Spendenaufrufe stark auf Dringlichkeit und Mitleid ab, halte lieber Abstand. Häufig wird das Leid der Tiere in diesen Fällen nämlich genutzt, um einfach nur Geld zu verdienen. Überprüfe genau, ob die Organisation, an die Du spenden möchtest, wirklich seriös ist, damit Deine Futterspende am Ende wirklich bei den Tieren ankommt.

3. Geld an Tierheime oder Tierschutzorganisationen spenden: Diese Punkte sind wichtig

Entscheidest Du Dich für eine Geldspende, solltest Du nicht einfach „wild drauf los spenden“. Informiere Dich vorab gut über die Organisation, an die Du Geld senden möchtest: Schau Dir die Internetseite an, prüfe Informationsmaterialien wie Flyer und wirf auch einen Blick in die Satzung. Du kannst Dich gerne persönlich an den Verein oder das Tierheim wenden. Seriöse Organisationen werden Dir Deine Fragen bereitwillig beantworten und Dich nicht zum Spenden oder einer Mitgliedschaft drängen. Folgende Voraussetzungen sollten bei einem Tierschutzverein, an den Du Geld spendest, erfüllt sein:

  • Als gemeinnützig anerkannt: In diesem Fall ist Deine Spende steuerlich absetzbar
  • Spendenzertifikat: Ein seriöser Verein verfügt über das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrates
  • Gute Werbequalität: Seriöse Organisationen rufen zum Spenden auf, weil sie darauf angewiesen sind – aber auf sachliche und informative Weise, ohne provokante oder grausame Bilder, die auf starkes Mitleid abzielen
  • Verzicht auf Haustür- und Telefonwerbung: Lass lieber die Finger von Vereinen, deren Vertreter ohne Voranmeldung vor Deiner Haustür auftauchen oder Dich ohne Erlaubnis anrufen und Dir eine Fördermitgliedschaft einreden möchten

Auf der sicheren Seite bist Du beispielsweise mit einer Spende für den Deutschen Tierschutzbund. Auch an einen Verein, der dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen ist, kannst Du ohne Bedenken Geld spenden.

Fazit: Mit Spenden helfen – aber richtig

Jeder Tierfreund, der sich entscheidet zu spenden, ist wichtig für das Wohl der Tierheim- und Straßenhunde. Doch auch beim Spenden gibt es viele Dinge, auf die Du achten solltest, wie Du in diesem Artikel gelernt hast. Wichtig ist, sich immer an dem aktuellen Bedarf der Tierschutzorganisationen zu orientieren, damit Deine Spende sinnvoll genutzt werden kann. Außerdem solltest Du genau darauf achten, an welchen Verein Du spendest, da mit dem Leid der Tiere gerne Geld verdient wird.

Lass Dich beim Spenden nicht von herzzerreißenden Fotos und schockierenden Videos von hungernden oder misshandelten Hunden ködern. Solche Spendenaufrufe sind in aller Regel nicht seriös, sodass Du nicht sicher sein kannst, ob Du mit Deiner Spende am Ende wirklich einem Tier hilfst – oder vielmehr die Spardose der dahinterstehenden Betrüger fütterst. Auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du Dich für eine Spende an eine Organisation vor Ort entscheidest, da Du Dir dann einen persönlichen Eindruck verschaffen kannst. Auch an die Tiertafel oder den Deutschen Tierschutzbund kannst Du sicher spenden.

Wusstest Du schon: Auch uns liegt das Wohl der Tiere sehr am Herzen. Für jeden verkauften PetTwin spenden wir an eine Tierschutzorganisation!

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