Treue Begleiter bis ins hohe Alter: Diese 10 Hunderassen sind ideal für ältere Menschen

Hunde

28. September 2021

Für ältere Menschen kann ein Hund eine echte Bereicherung des Lebensabends sein. Er ist ein treuer Wegbegleiter, sorgt automatisch für mehr Aktivität im Alltag, hilft gegen Einsamkeit und wird schnell zum besten Freund. Bei der Auswahl eines Hundes für Senioren sollte darauf geachtet werden, dass sich manche Hunderassen besser eignen als andere. Lies hier, welche Hunderassen für ältere Menschen perfekt sind und worauf beim Aussuchen des tierischen Freundes noch geachtet werden sollte.

Senioren und Hunde: Diese Vorteile gibt es

Ältere Menschen, die sich ihr Zuhause mit einem Hund teilen, profitieren von erheblichen Vorteilen für ihre Gesundheit – und zwar sowohl in puncto geistige als auch körperliche Gesundheit. Ein Hund kann wie ein Therapeut wirken und viele positive Effekte auf die Seele und den Körper haben. Gerade ältere Menschen, die schon alleine leben, sich zu wenig bewegen und sich häufig einsam fühlen, sind gut damit beraten, einen Hund in ihr Zuhause und ihr Herz zu lassen. Der fellige Vierbeiner sorgt täglich für Abwechslung, Beschäftigung und eine Aufgabe. Er lindert die Einsamkeit und lenkt von Ängsten und Sorgen ab.

Somit wirkst sich ein Hund in hohem Maße vorteilhaft auf die Lebensqualität von Senioren aus. Hast Du einen Hund, musst Du ihn täglich umsorgen, mit ihm spazieren gehen und im Haus mit ihm spielen. So beschäftigt ihr euch sozusagen gegenseitig und Du wirst sehen, dass Du Dich im Alltag plötzlich viel mehr und regelmäßiger bewegst. Auf langen Spaziergängen durch den Park wirst Du anderen älteren Menschen mit Hunden begegnen und ganz automatisch neue Kontakte knüpfen. So hilft ein Hund sogar doppelt gegen die Einsamkeit.

Vor der Anschaffung: Diese Punkte solltest Du bedenken

Unabhängig davon, in welchem Alter ein Hund angeschafft wird, sollte diese Entscheidung immer wohlüberlegt sein. Das gilt auch und vor allem für Menschen im höheren Alter. Hast Du schon starke körperliche Einschränkungen und kannst nicht garantieren, täglich mit dem Hund Gassi zu gehen, ist ein anderes Tier besser für Dich geeignet. Gerade große Hunderassen eignen sich nur für Senioren, die noch fit und aktiv sind. Sonst besteht die Gefahr dafür, dass der Hund Dich beim Spazierengehen zu Fall bringt. Ein weiterer Aspekt, den Du durchdenken solltest: Im Laufe der Jahre wirst Du wahrscheinlich eine enge Beziehung zu Deinem Hund aufbauen. Wenn er dann stirbt, kann das zu einer tiefen Trauer und seelischem Leid führen. Auch die Bestattung des Tieres muss geregelt werden. Die Haltung eines Hundes ist zudem immer mit Verpflichtungen verbunden. Berücksichtige bei Deiner Entscheidung für oder gegen einen Hund, dass das Tier häufig deutlich älter als zehn Jahre alt wird. Überlege gut, ob Du in der Lage bist, so lange für eine Fellnase zu sorgen.

Die Top 10 der Hunderassen für ältere Menschen

Deine Entscheidung ist gefallen: Du möchtest Dir einen Hund anschaffen. Super! Nun bleibt noch die Frage zu klären, welche Rasse es sein soll. Manche Hunderassen eignen sich für ältere Menschen besonders gut. Grundsätzlich sind Hunde mit einem ruhigen Wesen empfehlenswert, die nicht so einen starken Bewegungsdrang haben. Vor allem kleine Hunderassen sind perfekt für die ältere Generation, da sie sich auch in der Wohnung wohlfühlen und austoben können. Es gibt aber auch große Hunde, die speziell für aktive und junggebliebene Senioren in Frage kommen. Die zehn besten Hunderassen für ältere Menschen stellen wir Dir jetzt vor.

1. Havaneser

Als Begleit- und Gesellschaftshund ist der Havaneser perfekt für Senioren, denn er ist äußerst menschenbezogen. Bei älteren Menschen, die nicht mehr zur Arbeit müssen, findet er ein ideales Zuhause, denn er bleibt nicht gerne mehrere Stunden allein. Da sich der Havaneser stark auf seine Bezugsperson fixiert, sollte er möglichst auch im Urlaub mit dabei sein. Langeweile mag der Vierbeiner nicht. Er lernt gerne neue Tricks und liebt ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur.

2. Französische Bulldogge

Die Französische Bulldogge ist ebenfalls ideal für Senioren. Der Hund mag das Kuscheln und Schmusen, hat keinen Jagdtrieb und muss mit seinem Besitzer gewiss keine sportlichen Rekorde brechen. Dem „Bully“ ist es egal, ob er in einer Wohnung in der Stadt oder auf dem Land lebt. Einzige Voraussetzung: Der menschenbezogene Hund möchte immer mit dabei sein und nicht lange allein bleiben. Wenn Du Dir also viel Zeit für den charmanten Vierbeiner nehmen kannst, werdet ihr mit Sicherheit beide glücklich.

3. Labrador Retriever

Dein Herz schlägt eher für große Hunde? Dann kommt vielleicht ein Labrador Retriever in Frage. Vor allem rüstige und junggebliebene Senioren, die ein Haus mit Garten zur Verfügung haben, können diesem Hund ein geeignetes Plätzchen bieten. Auch der Labrador ist menschenbezogen und möchte nicht viele Stunden täglich alleine verbringen. Gleichzeitig ist er jedoch aktiv: Er möchte gefordert und beschäftigt werden. Bei langen Spaziergängen dürfen Schwimmmöglichkeiten nicht fehlen. Das Apportieren gehört ebenfalls zu seinen Leidenschaften. Insgesamt hat der Labrador dennoch ein ruhiges und freundliches Wesen, weshalb er sich gut für Hundeanfänger eignet. Die Erziehung gestaltet sich ohne Schwierigkeiten, denn diese Hunderasse hat den starken Willen, seinem Frauchen oder Herrchen zu gefallen.

4. Bolonka Zwetna

Ein verspielter, menschenbezogener Hund ist der kleine Bolonka Zwetna. Er wird zu einem verschmusten und treuen Begleiter, wenn Du ihm viel Aufmerksamkeit schenkst. Das Alleinsein mag der Hund nicht. Er spielt gerne – entweder mit seinem menschlichen Begleiter oder mit anderen Hunden. Auch draußen tobt er gerne. Der Hund ist aufmerksam und clever, weshalb er sich gut erziehen lässt. Mit dem Bolonka Zwetna kannst Du harmonische Spaziergänge genießen, denn nichts liegt ihm ferner als ein aggressives Verhalten.

5. Pudel

Pudel sind äußerst intelligente Hunde. Der besonnene und ausgeglichene Hund steht gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit. Er will seinem Menschen gefallen, liebt abwechslungsreiche Spiele und hat ein kameradschaftliches und sanftes Wesen. Der lerneifrige Pudel lässt sich gut erziehen und kommt daher auch für Senioren in Frage, die vorher noch nie einen Hund hatten.

6. Mops

Der Mops eignet sich als kleiner Hund gut für die Wohnungshaltung, solange er regelmäßig Auslauf bekommt. Er braucht viel Aufmerksamkeit, denn er hat einen starken Spieltrieb. Gleichzeitig kuschelt er gerne mit seinen Lieblingsmenschen auf dem Sofa. Typisch für den Mops ist das Schnarchen beim Schlafen und das leichte Röcheln beim Laufen, was an seiner besonderen Anatomie liegt. Durch die eingedrückte Nase, die hervorstehenden Augen und den kurzen Fang kommen auch Atemwegs- und Augenprobleme beim Mops häufiger vor. Daher kann es sein, dass Du mit Deinem Mops häufiger zum Tierarzt musst als andere Hundehalter.

7. Malteser

Malteser sehen nicht nur niedlich aus, sie sind auch intelligent, genügsam und vergleichsweise anspruchslos. Sie spielen gerne, sind aufmerksam und lernwillig. Daher lassen sie sich einfach erziehen. Die sensiblen kleinen Hunde haben ein langes, weißes Fell, das Du regelmäßig pflegen musst.

8. Yorkshire Terrier

Als treuer Wegbegleiter gilt auch der Yorkshire Terrier. Der wachsame Hund mit seinem starken Schutzinstinkt ist aber eher nicht für lärmempfindliche Senioren geeignet, denn er bellt sofort, wenn ihm etwas komisch vorkommt. Trotz seiner kleinen Körpergröße ist der Yorkshire Terrier lebhaft und aktiv. Er braucht Beschäftigung und Auslauf. Kannst Du dem kleinen Hund viel Bewegung ermöglichen, bekommst Du dafür einen ausgeglichenen und unkomplizierten Vierbeiner.

9. Bichon Frisé

Auch der Bichon Frisé ist ein kleiner, aufgeweckter und freundlicher Hund. Er will am liebsten überall dabei sein und im Mittelpunkt stehen. Der kleine Vierbeiner entwickelt zu seinen Bezugspersonen eine starke Liebe, weshalb er sich nicht so gern von Fremden betreuen lässt. Obwohl der Hund ein wachsames Wesen hat, reagiert er nur selten angriffslustig. Er bellt nicht übermäßig, liebt Kuscheleinheiten auf dem Schoß seines Menschen und ist mit seinem charmanten Wesen der perfekte Seniorenhund.

10. Bernhardiner

Eine ruhige und ausgeglichene Hunderasse ist der Bernhardiner. Der sensible Hund braucht aber viel Platz und gleichzeitig einen engen Kontakt zu seinen Bezugspersonen. Der Bernhardiner ist zuverlässig und aufmerksam mit einem ausgeprägten Schutzinstinkt. Zudem gelten diese Hunde als anschmiegsam, verspielt, sensibel und geduldig.

Fazit: Mit dem richtigen Hund werden Senioren sicher glücklich   

Neben der Auswahl der Rasse spielen noch andere Faktoren bei der Anschaffung eines Hundes eine Rolle. Vor allem das Alter sollte passen. Während von einem Welpen eher abzuraten ist, erweist sich ein Hund mittleren Alters als perfekt für Senioren, da er bereits gefestigt und erzogen ist. Damit ersparst Du Dir den Trubel, der mit dem ersten Lebensjahr eines Hundes einhergeht.

Hunderassen für ältere Menschen

Einen passenden Hund finden Senioren eher nicht beim Züchter, denn dort werden fast nur Welpen angeboten. Mitunter lohnt es sich aber dennoch, bei einem Züchter der bevorzugten Rasse nachzufragen, denn manchmal werden auch ältere Hunde vermittelt, die als Welpen verkauft und dann von ihren Besitzern zurückgegeben wurden.

Alternativ wirst Du sicher im Tierheim fündig. Dort gibt es unzählige Hunde im mittleren oder höheren Alter – und zwar sowohl Rassehunde als auch liebenswerte Mischlinge. Die Mitarbeiter des Tierheims können Dir genaue Auskünfte über den Charakter und etwaige Eigenheiten des Hundes geben, sodass Du keine Überraschungen erleben wirst. Im Tierheim hast Du auch die Möglichkeit, den Hund vorab kennenzulernen und herauszufinden, ob die Chemie stimmt – bei Spaziergängen oder beim gemeinsamen Spielen im Tierheim.

Fest steht: Wenn Senioren bei der Auswahl ihres Hundes mit Bedacht vorgehen, können sie mit ihrem tierischen Vierbeiner auf jeden Fall glücklich und zufrieden werden – und nebenher von vielen Vorteilen für ihre Gesundheit profitieren.

Kommentar schreiben